Freilegung Soestbach / 2021

Bestand  Dominikanerstrasse.

Die jetzige Situation ist geprägt durch die verkehrliche Entwicklung der

1960 er Jahre, in der der PKW-Verkehr auch in der Innenstadt eine dominante Bedeutung bekam. Der Bach wurde in seinem natürlichen Verlauf mit einer 2-spurigen Straße überbaut.

In den angrenzenden südlich der Straße gelegenen Gärten wurde ein Parkhaus sowie ein Parkplatz errichtet.  Im nördlichen Bereich, zur heutigen Fußgängerzone hin, wurde das Kaufhausgebäude des ehemaligen Kaufhof-Konzern gebaut.    

Mit dem Parkhaus selber und den davorstehenden Scheingiebelhäusern, dem Parkplatz, der Fertigteilfassade des ehemaligen Kaufhofgebäudes und der Fassade der WEKA (Gebäude rechts vom Fotostandpunkt, daher nicht sichtbar) ist dieser Bereich quasi zu einem „Lost Place“ in der Soester Altstadt geworden, der unseres Erachtens durch punktuelle Maßnahmen nicht wieder in einen städtischen urbanen Altstadtbereich gewandelt werden kann.

    

Langfristige Perspektive

Da der offene natürlicher Verlauf des Soestbach das Bild der historischen Innenstadt stark   prägt und er nur an dieser Stelle gedeckelt und verschwunden ist, schlagen wir folgende Maßnahmen vor, um diesen „Lost Place“ wieder in einen urbanen, städtischen  Innenstadtbereich zu wandeln.

1. Freilegen des Bachverlaufes mit einem kleinen Platzbereich am Bach

2. Rückbau des Parkhauses mit den davorstehenden Scheingiebeln

3. Verlegung der Straße nach Süden, mit einer geringeren Fahrbahnbreite

4. Errichtung neuer Wohngebäude mit einer städtischen Architektur

5. Falls möglich die Nutzung des jetzigen Kaufhauses ändern und das Gebäude aufstocken in:

    UG. Gastronomie, EG Handel, Obergeschosse Wohnen, Dachgärten sowie mit einer      

    Neugestaltung der Fassade.

6. Parken. Da das innenstadtnahe Parken für die Attraktivität der Altstadt nach wie vor eine           

    wichtige Rolle spielen wird, ist der Gedanke des Wegfalls des jetzigen Parkhauses ein

    wesentlicher Hemmschuh, sich mit der neuen Perspektive anzufreunden.

    Denkbar wäre

A – auch unter der Neubebauung öffentliche Stellplätze zu errichten oder

B – Auf dem nur 300 m entfernten und direkt an den Innenstadtkern anschließenden          

      Parkplatzbereiches des City-Center Nord ein neues Parkhaus zu errichten.

Zusammenfassung           

Dieser Vorschlag ist nicht kurzfristig umzusetzen sondern stellt ein langfristiges Konzept dar.

Da die Bindung an die Fördermittel des Parkhauses erst 2043 auslaufen, wäre ausreichend

Zeit und Vorlauf, um es in der Bürgerschaft zu diskutieren, zu planen und Städtebau-Fördermittel zu beantragen.      

Das Ergebnis wäre nicht nur eine wesentliche städtebauliche Verbesserung sondern auch eine spürbare Verbesserung des innerstädtischen Microklimas.