Beckum Nordstrasse - Busbahnhof    Wettbewerb 2008   1. Preis

Bei der Neuordnung dieses Bereiches stellt sich unseres Erachtens grundsätzlich die Frage nach dem richtigen Standtort für den ZOB. Die jetzige Lage ist durch verschiedene Faktoren gekennzeichnet, die unabhängig von der Qualität des Busbahnhofs selbst, negativ zu bewerten sind.

Wir schlagen daher vor, den ZOB an die jetzige Poststrasse zu verlegen.

Bei einer Entzerrung der Haltestellen und der Wartepositionen der Busse, sowie der Konzentrazion auf eine Insel, verringert sich der Platzbedarf erheblich. Die 5 Haltestellen sind unter Inanspruchnahme eines kleinen Streifens des Marienplatzes an dieser Stelle problemlos möglich. Die Wartepositionen der Busse verbleiben im Bereich des jetzigen Bahnhofes.

Durch diesen neuen Standort ergeben sich folgende Vorteile:
- Der neue ZOB läge innerhalb des Stadtgebietes.
- Durch die vorhandene Poststrasse, deren Dimension nach örtlichem Aufmaß ausreichend ist und quasi schon den halben ZOB darstellt, wird nur ein geringer Teil an neuer Fläche benötigt.
- Durch die großzügige Neuegesteltung des Marienplatzes ist ein direkter fußläufiger Anschluß an das Stadtzentrum, Fußgängerzone gegeben.
- Sparkasse und Post sowie die Läden der Nordstrasse sind unmittelbar am ZOB.
- Der Marienplatz erfährt eine Aufwertung als zentrale Grünanlage im Stadtgebiet.
- Durch die Post, Sparkasse, Läden und den ZOB entsteht ein neuer "Ort" innerhalb des Stadtgebietes.
- Die Aufenthaltsqualität und Attraktivität des ZOB wird erheblich gesteigert.
Für den Standort Bahnhof entsteht der Vorteil, dass die Fläche des jetzigen ZOB's für gewerbliche Zwecke bebaut werden kann, was wiederum dazu führt, dass eine stärkere Schließung des Strassenraumes an der Nordstrasse erreicht wird.

Städtebauliches Konzept:
Durch die Verlagerung des ZOB bietet sich die Möglichkeit den Bereich beidseitig der Gleise zu einem Technologie betonten neuen Gewerbegebiet mit prägnanten Kopfbauten an der Nordstrasse auszubauen.
Der Bereich Sparkasse Post könnte ergänzt werden und mit der direkten Anfahrbarkeit durch den ZOB zu einem Subzentrum für Dienstleistungen und soziale Dienste werden.