Campus am Inselplatz  Friedrich Schiller Universität Jena
Europaweiter 2 phasiger Wettbewerb: 2017 / 2. Phase

Landschaftsarchitekt: BLS Soest

Leitidee

Schaffung eines städtischen Universitätsquartiers mit 3 öffentlichen Plätzen: Insel-, Leibnitz- und Max Planck Platz. Die Lage der Bibliothek am Lutherplatz mit einem 2. Eingang aus Richtung Zentrum dient auch als Einladung für eine öffentliche Nutzung. Der Durchgang zum Max Planck Platz ermöglicht ein Durchwandern des Quartiers. Die an den Blockrändern senkrecht verlaufenden Fassaden neigen sich im Inneren leicht und erhöhen somit die Dynamik des Quartiers. Der Informatikturm wird in seiner schlanken Form nicht als Hochhaus, sondern als städtebauliches Zeichen gesehen.

Der städtische Charakter wird zum einen durch das Wechselspiel zwischen Wegen, Plätzen und Gassen, als auch durch die offene, einsehbare Architektur geprägt. Städtisch bedeutet Zentrum, Gemeinwesen, Kultur und Schaufenster. Sich zeigen und sehen, was in den Gebäuden und auf den Plätzen passiert. Das Vermitteln und Aneignen von Wissen als wichtige gemeinschaftliche Aufgabe soll durch eine offene Gestaltung der Gebäude in diesem Quartier sichtbar gemacht werden. Die Erdgeschosszonen z. B. mit den großzügigen Fenstern der Seminarräume und Hörsäle, die offenen Eingangsbereiche der Institute, als auch die Konzeption der Bibliothek mit den offenen Lesebereichen, die Ein- und Ausblicke erlauben, sollen diesen Aspekt widerspiegeln.   

Das Zentrum dieses städtischen Gefüges ist der Inselplatz, der durch die klare Ausformung der Zugänge von den Fachbereichen Psychologie, Bibliothek und Mathematik  geprägt ist. An den beiden Nebenplätzen befinden sich das Rechenzentrum und die Informatik. Das Parkhaus als ein totes Gebäude wird nicht an diesen Bereich angeschlossen und ist durch einen kleinen Zugang, zum Mathematikgebäude, vom Platz aus erreichbar.